End/Reverse ST/REV


Modus Öl-Pumpensteuerung

Überblick: 
Die Öl-Pumpensteuerung ist ein weiterer Spezialbaustein der Blauzahn, zu dem man einiges wissen sollte:

Die grundsätzliche Funktion eines Funktionsbausteines im Modus Öl-Pumpensteuerung ist die Überwachung von einem oder mehreren Gebern.

Hier werden also keine Anschlüsse, Servos oder Ventile überwacht, sondern die Geber, die diese Ventile steuern. Beim Verlassen des Totbereiches wird der Geberwert unter Berücksichtigung der Einstellungen am Ausgang ausgegeben. Dabei erfolgt die Ausgabe immer in positiver Richtung – unabhängig von der Richtung des Gebers (Stichwort: Betragsfunktion).
Die Besonderheit ist, dass die Ausgänge der einzelnen Seiten der Funktionsbausteine vollkommen automatisch addiert werden. Es findet also in einer Kette von Funktionsbausteinen der Öl-Pumpensteuerung, eine automatische Addierung der einzelnen Ergebnisse statt. Aus einem Funktionsbaustein im Modus Öl-Pumpensteuerung kommt folglich sein eigenes Ergebnis plus die Summe aller Bausteine mit Öl-Pumpensteuerung davor bzw. links davon.
Die Bausteine verketten sich automatisch und das sogar über Unterbrechungen der Kette (Funktionsbausteine mit anderen Modi dazwischen) hinweg.

Man nimmt das Signal für den Anschluss des Pumpenmotors am Ausgang des letzten Funktionsbausteines mit Öl-Pumpensteuerung ab! 

Hinweise:
In der Einstellung Ebenen wählt man die Ebenen aus, in der die Pumpe auf diesen Geber reagieren soll. Bei inaktiver Ebene ist dieser Funktionsbaustein tot und nimmt nur die Werte des Vorherigen und reicht sie an den Nächsten weiter.

Servoreverse unbedingt auf NORM bzw. aus stehen lassen!

Ein Wert größer 0 in Neutral führt zu einer andauernden Anhebung der Drehzahl, so als würde man den Knüppel immer leicht aus der Mitte bewegen. Also bitte eher nicht verwenden!

Mit den beiden Einstellungen in Servowege lassen sich beide Seiten des Gebers getrennt einstellen. Bitte daran denken: Die Werte der einzelnen Funktionsbausteine mit Öl-Pumpensteuerung addieren sich! Meist sind hier Werte von 20% bis 50% für beide Seiten ausreichend. Hier passt man auch die Einstellung an die benötigte Öl-Fördermenge an. Den Arm eines Baggers zu heben, braucht viel mehr Öldruck als das Absenken des selbigen!

Mit der Einstellung Expo hat man eine weitere Möglichkeit, das Ansprechen der Pumpe auf den Geber zu beeinflussen. Hier wird eingestellt, wie soft oder ruppig die Pumpe auf den Geber reagiert.
Unterschätze niemals die Macht, … der Einstellung Expo, und nein: Expo ist nicht der kleine Planet hinter Tatooine 😉 . Ich weiß, dass viele einen großen Bogen um diese Funktion machen, aber sie ist, nicht nur hier, ein wunderbares Mittel, ein Modell vorbildgerechter wirken zu lassen und eine der Stellschrauben, für noch mehr Spaß am Modell!

Stellzeit ist ebenfalls eine Stellschraube für das Ansprechen der Pumpe. Leider ist es hier nicht die Einstellung Speed, bei der beide Richtungen getrennt beeinflusst werden können. Dies bedeutet, dass diese Einstellung zu einem langsameren Rückgang der Pumpenleistung führt, aber leider auch zu einem ebenso schnarchigen Start.
Ich würde dies Option hier meiden, zumindest fällt mir bislang, keine wirklich sinnvolle Anwendung ein.

Totbereich funktioniert hier so, wie man es erwartet. Ein Bereich um den Neutral-Punkt des Gebers wird ´lahmgelegt´. Hiermit kann man zum Beispiel verhindern, das eine Funktion mit einem hohen Ölbedarf eine Funktion mit einem geringen Bedarf ´stören´ kann (durch ungewollte minimale Betätigung der ´durstigen´ Funktion). Die Funktion wirkt in beide Richtungen mit dem eingestellten Wert.
Zu einer Einstellung von 2 bis 3% rate ich in der Öl-Pumpensteuerung immer. Es kann sonst sehr leicht passieren, dass bei einer präzisen Trimmung mit verzögerungsfreiem Anlauf der Pumpe, diese oft nicht stehenbleibt. 

Profitipp 1:
Wenn man einen Sound für bestimmte Hydraulikfunktionen verwendet, kann man das Signal dafür  auch mitten in der Kette der Funktionsbausteine abnehmen. Man muss dann nur darauf achten, dass man die Geber/Ventile, die man dafür braucht, an den Anfang der Kette setzen muss!

Profitipp 2: 
Wenn man je nach gewählter Ebene mit unterschiedlichen Gebern für ein und dieselbe Funktion arbeiten möchte, so muss man für jeden Geber (!) eine eigene Seite mit Öl-Pumpensteuerung einrichten. Mit der Ebenensteuerung in jedem Funktionsbaustein wird dann geregelt, wann ein Geber die Pumpe beeinflusst und wann nicht.
So kann man mit einem Kreuzknüppel sowohl baggern als auch den Bagger fahren.
Auch für die Öl-Förderung mit unterschiedlichen Einstellungen ist man hier gut aufgestellt. So lassen sich in einer Ebene ´ Greifer I´ die Zusatzfunktionen für Drehen und Greifen eines Sortiergreifers mit viel Öl-Förderung zum schweren Arbeiten und in einer Ebene ´Greifer X´ die gleiche Funktion mit geringeren Einstellungen und wenig Öl für feine Arbeiten nutzen.

Profitipp 3:
Grunddrehzahl
Für eine einstellbare Grunddrehzahl der Pumpe bitte im (vorzugsweise) letzten Funktionsbaustein als Geber ein Poti einsetzen und hierbei in den Servowegen, je nach gewünschter Drehrichtung eine Seite auf 0% setzen.
Wer es noch cooler machen möchte, nimmt als Geber einen leeren Funktionsbaustein im Modus Hydraulik, verwendet einen Taster oder Knüppel als Geber, stellt als Servowege 20% oben und 0% unten ein, bei einem Taster bitte noch als Totbereich 80%. Damit erhält man eine sehr komfortable Möglichkeit, auf Wunsch die Drehzahl anzuheben und die Pumpe so ´vorzuspannen´. Dabei lässt sich natürlich die Einstellung entweder als Einblendung über Änderung zeigen oder in einem Telemetrie-Feld dauerhaft anzeigen. Hierbei ist dann auch der Startwert speicherbar.
Ihr wisst ja, ich hasse Geber ohne Rückstellung  😉 .

Profitipp 4:
Die Begrenzung der maximalen Pumpendrehzahl: Hierzu setzt man einen Funktionsbaustein im Modus Begr./Diff Hydr. ein – die linke Seite schaut dabei auf den letzten Ausgang der Öl-Pumpensteuerung, auf der rechten Seite könnt ihr, wie in Profitipp 3 erklärt, eine Hydraulikfunktion  für die Vorwahl verwenden.
Das Begrenzen der maximalen Pumpendrehzahl kann nützlich sein, wenn man sein Modell dämpfen will. Sei es um einem unerfahrenen Fahrer die Bedienung etwas zu erleichtern oder auch um bei feinem Arbeiten den Hydraulik-Funktionen den ´Biss´ zu nehmen.     

Profitipp 5:
Nachlauf mit einem Funktionsbaustein im Modus Langsam/Diff nur + 
Ein einfacher Nachlauf lässt sich unkompliziert mit dem Modus Langsam/Diff nur + realisieren.
Hierzu wird der Kette der Öl-Pumpensteuerungen ein Funktionsbaustein Langsam/Diff nur + nachgeschaltet. Dieser schaut auf den letzten Ausgang der Öl-Pumpensteuerung und sorgt dafür, dass die Pumpe bei ´Ölmangel´ stark beschleunigt, die Pumpe aber nur langsam wieder ausgehen lässt. Dies ist das Mittel der Wahl, wenn man keinen Auswerter mit SPS-Funktionalität hat.  Weitere Informationen zu dem Modus Langsam/Diff nur + gibt es hier -> click

Profitipp 6:
Ja, hier geht es jetzt wirklich ans Eingemachte: Mit einem Auswerter mit Mini-SPS lässt sich ein wirklicher Nachlauf bauen – eine Reduktion der Pumpendrehzahl auf einen vorgegebenen prozentualen Wert für eine voreingestellte Zeit.
Die Anleitung dazu findest du hier ->click  

Dieser Modus gehört zu denen, die beide Seiten eines Funktionsbausteines benötigen, aber nur eine belegen. Die rechte Seite sollte, um unschöne Effekte zu vermeiden, immer auf Aus stehen.
Diesen Modus gibt es auf allen linken Seiten von Funktionsbausteinen!

Die Anleitung selbst endet hier. Ab hier kommen allgemeine Hinweise und die grundsätzlichen Informationen zu den Einstellungen in diesem Modus.




Die Einstellungen im Einzelnen
Hier sind die allgemeinen Hinweise zu den einzelnen Menüpunkten in diesem Modus aufgelistet.
Die speziellen Informationen zu den Eigenheiten der Einstellungen dieses Modus sind weiter oben unter Hinweise: zu finden.

Hier also bitte nur weiterlesen, wenn man Informationen zu den einzelnen Einstellungen braucht.


Name
Hier kannst du einen der vergebenen Namen im System auswählen oder einen der beiden benutzerdefinierten Namen (diese kannst du in /Modellmenü/Freier Text 1 und /Modellmenü/Freier Text 2 festlegen).  In der derzeitigen Version haben die Namen im Modus Proportional keine weitergehende Bedeutung, können also nichts direkt beeinflussen. Sie dienen jedoch in bedeutendem Maße der Übersicht und Ordnung.

Tipp: Gewöhne dir an, von Anfang an verständliche Namen festzulegen, dies kann einiges an Kopfschmerzen ersparen.

Text
Hier kannst du einen freien Text eingeben. Maximal 6 Zeichen sind hier möglich, ebenso Sonderzeichen. Dieser Text ist als Erweiterung des Namens zu sehen. Dies ist vor allem praktisch, wenn der Text in Name als Information nicht ausreicht, bzw. nicht eindeutig ist.

Modus
Hier wird Öl-Pumpensteuerung ausgewählt.

Kanal
Hier wird der Geber im Sender, der diesen Ausgang steuern soll, ausgewählt. 

Tipp: In der Auswahl gibt drei Bildschirme mit dem Titel „Kanal:“ Darunter steht der aktuell sichtbare Bildschirm.
Steuerelemente 
Hier sind alle Geber deines Senders aufgeführt, die nicht vorhandenen, sind dabei ausgegraut. Man bewegt den Geber, der benutzt werden soll, die Blauzahn merkt das und wählt den passenden Namen für den Geber. (Die beiden Pfeile rechts, zeigen an, dass man mit den Tasten rauf und runter zu weiteren Bildschirmen gelangt.
Anschlussdaten

Hier kann man den Zustand von Ausgängen des Auswerters und von den Eingängen der Funktionsbausteine abgreifen.
Funktionsbausteine

Hier kann man die Ausgänge von Funktionsbausteinen abgreifen. Hier findet man auch die Sonderfälle: _ und 0 ergeben beide 0% also Servomitte, Pfeil rauf ergibt +100% und Pfeil runter ergibt -100%. Das Antennensymbol gibt 100% aus bei einer bestehenden Verbindung. Das Antennensymbol kann genutzt werden, um zum Beispiel eine optische Signalisierung bei verbundenem Modell anzuzeigen.
Die Buchstaben J und K haben heute keine Bedeutung mehr und sind nur noch aus Kompatibilitätsgründen vorhanden! Du findest sie auch unter Anschlussdaten J und K

Ebenen
Hier sieht man etwas, was an den Gartenzaun vom Nachbarn erinnert. Hier legt man fest, in welchen der 8 Ebenen dieser Ausgang gesteuert werden soll. Geht man in die Einstellung rein, sieht man eine Liste von 1 bis 8 und unter jeder Zahl entweder einen Strich (Ebene ist aus) oder einen Stern * (Ebene ist an) .

Achtung: Die Ebenen haben nur Einfluss auf den Modus in diesem Ausgang. Der Ausgang kann weiterhin über seinen Namen gesteuert werden, wenn dieser in einem anderen Ausgang oder Funktionsbaustein aktiviert wird.
Beispiel: Wenn dieser Ausgang den Namen Blink links trägt und die Ebene nicht aktiv ist, würde er dennoch ein und ausgeschaltet!

Tipp: Mit dem gleichzeitigen Drücken der Rauf- und Runtertaste können insgesamt 4 Vorgaben durchgeschaltet werden: alle Ebenen auf ein, jede zweite Ebene an, genau umgekehrt und alle Ebenen auf aus. Mit den Einstellungen für jede zweite Ebene kann man erreichen, dass jeder Druck auf den Ebenentaster bzw. das Steuerkreuz rechts/links zwischen zwei Ebenen hin und her geschaltet wird.

Profi-Tipp: Diese Funktion ist mittlerweile nicht mehr so wichtig, schließlich kann man in
/Modellmenü/Ebenentexte auch Ebenen ein- und ausschalten und damit erreichen, dass nur noch benutzte Ebenen beim „Durchschalten“ Verwendung finden.
Ok, dann sollte ich auch erwähnen wie das geht: Im /Modellmenü/Ebenentexte sieht man die Liste der Namen und unten in der Statusleiste die aktuelle Ebene. Nun kann man mit dem Steuerkreuz folgende Einstellungen vornehmen:

  • Steuerkreuz links / rechts -> Wechsel der zu bearbeitenden Ebene
  • Steuerkreuz oben / unten -> Änderung des Ebenennamens
  • Steuerkreuz oben UND unten -> Aktivierung oder Deaktivierung der aktuellen Ebene. Eine deaktivierte Ebene wird durch ein kleines Dreieck vor dem Ebenennamen angezeigt.

Ich empfehle, hier immer alle Ebenen die nicht benötigt werden auszuschalten – dieses Vorgehen hält das Modell übersichtlich und Ebenen ohne Änderung der Funktionsweise werden gar nicht angesprungen!
Auch sollte man hier beachten, dass die Ebene, die beim verlassen dieses Menüs aktiv ist, diejenige ist, mit der sich das Modell beim Einschalten meldet. Dies gilt auch für deaktivierte Ebenen! Man kann so erreichen, dass ein Modell beim einschalten in einer Ebene ist, die nur für das Einschalten gebraucht wird, also quasi eine Intitialisierung vornimmt. Vor dem Betrieb des Modells muss dann die Ebene gewechselt werden. Sehr spannend!

Servoreverse
Möglich sind hier die Einstellungen NORM und REV, hier wird die Steuerrichtung des Gebers eingestellt.
Interessanterweise wird in der Übersicht die Einstellung NORM mit zwei Strichen angezeigt, die Einstellung REV mit ein. Dieses Verhalten findet man in vielen Einstellungen!

Betragsfunktion
Wird hier BETRAG gewählt (angezeigt durch ein in der Übersicht) wird ein Servo bei beiden Betätigungsrichtungen des Gebers in die gleiche Richtung ausgelenkt. Eine Lenkung würde immer in EINE Richtung ausgelenkt, die Richtung lässt sich mit Servoreverse umkehren.

Neutral
Hier wird die Lage des Servos bei Knüppelmittelstellung eingestellt, also die Neutrallage. Die Neutrallage hat Einfluss auf die Servowege, dies bedeutet, dass man immer zuerst die Neutralstellung des Servos einstellen sollte und dann erst die Servowege. Stellt man erst die Servowege ein, und dann Neutral muss man den Vorgang ein zweites Mal wiederholen.

Servowege
Hier werden die Endstellungen eingestellt. Jeweils für jede Servorichtung getrennt im Bereich von 0% – 198%. Die obere Einstellung ist für die positive Richtung 1,5ms – 2,5ms und die untere Einstellung für die negative Richtung von 1,5ms – 0,5ms.

Bitte aufpassen: die Einstellungen über +/- 100% können schnell zu Schäden führen, viele Servos können die Wege nicht erreichen und dabei beschädigt werden! Dies gilt insbesonders dann, wenn Neutral nicht in Nähe der Mitte ist!

Expo #
Hier kann man eine in Stufen einstellbare Exponential-Einstellung vornehmen. Diese Einstellung geht von 0% (Linear) in beide Richtungen von -175% bis +175%. Die Einstellung wird grafisch angezeigt.
Nach meinem Gefühl ist die Wirkung aber deutlicher, als die Einstellung es glauben lässt.
Tipp: Während 0%, die Standardeinstellung, zu einem Servoverhalten führt, das genau der Knüppelauslenkung folgt, führt ein positiver Wert zu einem weicheren Ansprechen, das Servo wird erst weniger ausgelenkt, mit zunehmendem Knüppelweg immer stärker. Ein negativer Wert führt zu einem härten Ansprechen, das Servo wird ruppiger und wirkt aggressiver, insbesondere bei schnellen Servos und kurzer Stellzeit.

Stellzeit #
Hier wird die Geschwindigkeit der Servobewegung eingestellt, oder besser gesagt, die Ausgabe einer Änderung wird verzögert. Die einstellbaren Werte gehen dabei von 0,33s bis 20s
Für Sonderfunktionen wie zum Beispiel das Betätigen von Türen, aber auch für Lenkungen kann diese Funktion wahre Wunder bewirken und das Modell viel originaler wirken lassen.
Die Stellzeit wirkt im Gegensatz zu Speed immer auf beide Richtungen gleichermaßen!

Abschaltzeit
Schluss mit knuspern – hier kann man die Servoimpulse abschalten, automatisch nach einer einstellbaren Zeit, auf Dauerbetrieb schalten und abhängig von der gewählten Ebene. Die Zeiten mit einem * daneben bewirken, dass der Ausgang beim Einschalten des Modells kurz Servoimpulse ausgibt. Die Zeiten ohne den Stern werden erst mit der ersten Betätigung des Gebers zum Leben erweckt und angesteuert. 
Mögliche Werte sind hier:
Dauerbetrieb
Verbindung/aus
Ebene+Init/aus
Ebene/aus
Ebene/Neutral
5.00 Sec. *
4.98 Sec.
4,96 Sec. *
4,94 Sec.
:
:
0,20 Sec. *
0,18 Sec.
Betätigt +8 Impulse *
Betätigt +7 Impulse
Betätigt +6 Impulse *
:
:
Betätigt +2 Impulse *
Betätigt +1 Impulse

Totbereich
Hier kann man den Bereich des Gebers einstellen, in dem der Anschluss gar nicht reagiert. Befindet sich der Geber in diesem Bereich, wird der Anschluss auch nicht aus der Abschaltzeit geholt, auch die Funktion Änderung Anzeigen reagiert erst nach Verlassen dieses hier festgelegten Bereiches.

Bei Gebern mit ungenauer Nullstellung kann zudem vermieden werden, dass eine Funktion nach dem Loslassen des Gebers “weiterläuft“.
Ein Totbereich von 2 bis 3% ist eigentlich immer anzuraten, durch die hohe Empfindlichkeit der Blauzahn kann es sonst sein, dass Servos sonst immer vor sich hinknuspern, weil die Abschaltzeit nicht funktioniert! Der Totbereich geht von 0% bis 99%, der Wert ist also immer positiv, die Wirkung dabei immer beidseitig!

Fail-Safe
Hier stellt man die Position ein, die das Servo einnimmt, wenn es zu einer Funkstörung kommt oder wenn man den Sender einfach ausschaltet, was für den Empfänger auf das Gleiche rauskommt. 

Änderung zeigen
Diese Funktion ist noch relativ neu. Wird sie von NORM (aus) auf EIN (ein) geschaltet, wird jede Änderung an dem Anschluss als Prozentwert zusammen mit dem Namen dieser Funktion für 2 Sekunden eingeblendet.
Tipp: Diese Funktion ist besonders nützlich für digitale Potis und Hydraulikfunktionen, kann aber auch Spaß machen bei Funktionen, die mit einem Taster angesteuert werden und man nicht sofort erkennen kann, ob die Funktion etwas bewirkt.
Achtung: Wenn diese Funktion aktiv ist, sollte insbesondere bei der Verwendung von proportionalen Gebern ein Totbereich von 2 bis 3% eingerichtet werden, sonst „flattert“ die Anzeige.
Achtung: Diese Funktion arbeitet nur, wenn ein Name ausgewählt ist!

Kopiere Anschluss
Hier kann man einen kompletten Anschluss mit ALLEN Einstellungen auf einen anderen kopieren. 
Die Vorgehensweise ist dabei folgende: Enter drücken (im Display steht in der oberen Zeile Anschluss X ablegen), dann mit den Rechts/Links-Tasten den Ausgang wählen auf den man kopieren will und mit langem Druck auf Enter (ca. 1 Sekunde) bestätigen, damit die Werte übernommen werden. Danach kann man den gleichen Anschluss auf weitere kopieren.
Achtung: Will man den Anschluss NICHT auf weitere Anschlüsse kopieren, unbedingt den Kopiervorgang mit der Zurück-Taste beenden!

Anschluss Reset
Diese Funktion ist die erste Wahl, wenn ein Ausgang nicht tut, was er soll. Hierbei werden alle Einstellungen dieses einen Ausgangs auf die Standardwerte des aktuellen Modus gesetzt.