Licht/Stufenschalter


Überblick:
Der Modus Licht/Stufenschalter ist ein sehr besonderer Schalter, er ist nicht unbedingt ein richtiger Schalter, sondern eher ein Zwitter, eine Proportionalfunktion mit Stufenschaltung.

Wenn du jetzt sagst: Hey was denn nu? Schalt oder Prop? Kann ich nur sagen: Beides!
Bedingt dadurch, dass die Blauzahn auch Modi mit proportionalem Ausgang in einem nachgeschalteten Modus in einem anderen Anschluss oder Funktionsbaustein weiterverarbeiten kann, ist beides möglich. Dazu kommt dann noch die Möglichkeit die Namen als ´Auslöser´ für Funktionen zu nutzen.
Ok, ich merke, das nicht nur kompliziert, sondern auch knifflig – ich muss das genauer erklären:
Wenn dieser Modus in einem Ausgang Verwendung findet und ihr ein Servo anschließt, wird das Servo von -100% bis +100% angesteuert, immer!
Je nachdem wieviele Stufen du diesem Modus zuweist, werden auf dem Weg von -100% bis +100% entsprechend viele Stopps eingelegt. Wieviele, das legst du mit der Anzahl der Stufen fest.
Diese Anzahl ist der Abstand zwischen den beiden Schaltertexten. Also wenn du auf der Linken Seite <-aus die 0 wählst und auf der rechten Seite ->ein die 4 erhältst du 5 Stufen das Servo würde von -100% auf -50% dann auf 0% über +50% auf die Endstellung +100% laufen.
Die Liste kann dabei von unten nach oben genutzt werden, und auch andersrum. Der obere Name in der Liste ist dabei immer -100% und der untere immer +100%.

Zweites Beispiel. Wenn du auf der linken Seite <-aus die 0 wählst und auf der rechten Seite ->ein die 8 erhältst du 9 Stufen: das Servo würde von -100% auf -75% dann -50% ….. bis auf +75% und dann auf die Endstellung +100% laufen. Das Servo stoppt also zwischen den Endstellungen 7 Mal.

Natürlich geht das Ganze auch mit anderen Namen. Der ´Klassiker´ist hier sicherlich der Licht-Schalter, der auch der Grund dafür ist, warum dieser Modus Licht/Stufenschalter heißt. Hier kommen bei den Schaltertexten die Namen aus dem Lichtbus zum Einsatz.
Wenn du auf der linken Seite <-aus das aus wählst und auf der rechten Seite ->ein Abblend erhältst du 3 Stufen, ein angeschlossenes Servo würde von -100% auf 0% und dann auf +100% laufen. Ok, das wäre hier nicht der Sinn des Ganzen, aber die hier verwendeten Namen führen auch zu Lichtfunktionen im Auswerter, über Infrarot und im Lichtbus. Cool oder?

Hinweise:
Die Funktion lässt sich sowohl mit Tastern wie auch mit Proportional-Gebern bedienen.
Servoreverse gibt dabei die Richtung der Bedienung vor.
Der Schaltpunkt legt den Punkt fest, an dem die Funktion aktiv wird.
Änderung Anzeigen ist vor allem praktisch, wenn man während der Bedienung sehen möchte, welche Stufe gerade angewählt ist/wird.
Die Startstellung definiert, wo sich in der Liste der Schalter befindet, wenn du dein Modell einschaltest. Dabei ist 0 der oberste Eintrag in der Liste und 10 der Eintrag der 10 Listenpunkte darunter steht!

Diesen Modus gibt es auch auf allen rechten Seiten von Funktionsbausteinen!

Die Anleitung selbst endet hier. Ab hier kommen allgemeine Hinweise und die grundsätzlichen Informationen zu den Einstellungen in diesem Modus.




Die Einstellungen im Einzelnen
Hier sind die allgemeinen Hinweise zu den einzelnen Menüpunkten in diesem Modus aufgelistet.
Die speziellen Informationen zu den Eigenheiten der Einstellungen dieses Modus sind weiter oben unter Hinweise: zu finden.

Hier also bitte nur weiterlesen, wenn man Informationen zu den einzelnen Einstellungen braucht.


Name
Hier kannst du einen der vergebenen Namen im System auswählen oder einen der beiden benutzerdefinierten Namen (diese kannst du in /Modellmenü/Freier Text 1 und /Modellmenü/Freier Text 2 festlegen).  In der derzeitigen Version haben die Namen im Modus Proportional keine weitergehende Bedeutung, können also nichts direkt beeinflussen. Sie dienen jedoch in bedeutendem Maße der Übersicht und Ordnung.

Tipp: Gewöhne dir an, von Anfang an verständliche Namen festzulegen, dies kann einiges an Kopfschmerzen ersparen.

Text
Hier kannst du einen freien Text eingeben. Maximal 6 Zeichen sind hier möglich, ebenso Sonderzeichen. Dieser Text ist als Erweiterung des Namens zu sehen. Dies ist vor allem praktisch, wenn der Text in Name als Information nicht ausreicht, bzw. nicht eindeutig ist.

Kanal
Hier wird der Geber im Sender, der diesen Ausgang steuern soll, ausgewählt. 

Tipp: In der Auswahl gibt drei Bildschirme mit dem Titel „Kanal:“ Darunter steht der aktuell sichtbare Bildschirm.
Steuerelemente 
Hier sind alle Geber deines Senders aufgeführt, die nicht vorhandenen, sind dabei ausgegraut. Man bewegt den Geber, der benutzt werden soll, die Blauzahn merkt das und wählt den passenden Namen für den Geber. (Die beiden Pfeile rechts, zeigen an, dass man mit den Tasten rauf und runter zu weiteren Bildschirmen gelangt.
Anschlussdaten

Hier kann man den Zustand von Ausgängen des Auswerters und von den Eingängen der Funktionsbausteine abgreifen.
Funktionsbausteine

Hier kann man die Ausgänge von Funktionsbausteinen abgreifen. Hier findet man auch die Sonderfälle: _ und 0 ergeben beide 0% also Servomitte, Pfeil rauf ergibt +100% und Pfeil runter ergibt -100%. Das Antennensymbol gibt 100% aus bei einer bestehenden Verbindung. Das Antennensymbol kann genutzt werden, um zum Beispiel eine optische Signalisierung bei verbundenem Modell anzuzeigen.
Die Buchstaben J und K haben heute keine Bedeutung mehr und sind nur noch aus Kompatibilitätsgründen vorhanden! Du findest sie auch unter Anschlussdaten J und K

Ebenen
Hier sieht man etwas, was an den Gartenzaun vom Nachbarn erinnert. Hier legt man fest, in welchen der 8 Ebenen dieser Ausgang gesteuert werden soll. Geht man in die Einstellung rein, sieht man eine Liste von 1 bis 8 und unter jeder Zahl entweder einen Strich (Ebene ist aus) oder einen Stern * (Ebene ist an) .

Achtung: Die Ebenen haben nur Einfluss auf den Modus in diesem Ausgang. Der Ausgang kann weiterhin über seinen Namen gesteuert werden, wenn dieser in einem anderen Ausgang oder Funktionsbaustein aktiviert wird.
Beispiel: Wenn dieser Ausgang den Namen Blink links trägt und die Ebene nicht aktiv ist, würde er dennoch ein und ausgeschaltet!

Tipp: Mit dem gleichzeitigen Drücken der Rauf- und Runtertaste können insgesamt 4 Vorgaben durchgeschaltet werden: alle Ebenen auf ein, jede zweite Ebene an, genau umgekehrt und alle Ebenen auf aus. Mit den Einstellungen für jede zweite Ebene kann man erreichen, dass jeder Druck auf den Ebenentaster bzw. das Steuerkreuz rechts/links zwischen zwei Ebenen hin und her geschaltet wird.

Profi-Tipp: Diese Funktion ist mittlerweile nicht mehr so wichtig, schließlich kann man in
/Modellmenü/Ebenentexte auch Ebenen ein- und ausschalten und damit erreichen, dass nur noch benutzte Ebenen beim „Durchschalten“ Verwendung finden.
Ok, dann sollte ich auch erwähnen wie das geht: Im /Modellmenü/Ebenentexte sieht man die Liste der Namen und unten in der Statusleiste die aktuelle Ebene. Nun kann man mit dem Steuerkreuz folgende Einstellungen vornehmen:

  • Steuerkreuz links / rechts -> Wechsel der zu bearbeitenden Ebene
  • Steuerkreuz oben / unten -> Änderung des Ebenennamens
  • Steuerkreuz oben UND unten -> Aktivierung oder Deaktivierung der aktuellen Ebene. Eine deaktivierte Ebene wird durch ein kleines Dreieck vor dem Ebenennamen angezeigt.

Ich empfehle, hier immer alle Ebenen die nicht benötigt werden auszuschalten – dieses Vorgehen hält das Modell übersichtlich und Ebenen ohne Änderung der Funktionsweise werden gar nicht angesprungen!
Auch sollte man hier beachten, dass die Ebene, die beim verlassen dieses Menüs aktiv ist, diejenige ist, mit der sich das Modell beim Einschalten meldet. Dies gilt auch für deaktivierte Ebenen! Man kann so erreichen, dass ein Modell beim einschalten in einer Ebene ist, die nur für das Einschalten gebraucht wird, also quasi eine Intitialisierung vornimmt. Vor dem Betrieb des Modells muss dann die Ebene gewechselt werden. Sehr spannend!

Servoreverse
Möglich sind hier die Einstellungen NORM und REV, hier wird die Steuerrichtung des Gebers eingestellt.
Interessanterweise wird in der Übersicht die Einstellung NORM mit zwei Strichen angezeigt, die Einstellung REV mit ein. Dieses Verhalten findet man in vielen Einstellungen!

Schaltpunkt
Der Schaltpunkt bestimmt den Prozentwert des Gebers, an dem die jeweilige Funktion ausgelöst wird.
Zulässige Werte sind hier von 0% bis 99%.

Der Schaltpunkt wirkt im Zusammenspiel mit dem Totbereich. Der tatsächliche Schaltpunkt ist = Totbereich + Schaltpunkt. Auch wenn negative Werte möglich sind, machen hier nur positive Schaltpunkte Sinn – Negative führen dazu, dass man die Funktion erst mit einer Geberbetätigung in entgegengesetzter Richtung wieder „Scharfschalten“ muss.

Totbereich
Hier kann man den Bereich des Gebers einstellen, in dem der Anschluss gar nicht reagiert. Befindet sich der Geber in diesem Bereich, wird der Anschluss auch nicht aus der Abschaltzeit geholt, auch die Funktion Änderung Anzeigen reagiert erst nach Verlassen dieses hier festgelegten Bereiches.

Bei Gebern mit ungenauer Nullstellung kann zudem vermieden werden, dass eine Funktion nach dem Loslassen des Gebers “weiterläuft“.
Ein Totbereich von 2 bis 3% ist eigentlich immer anzuraten, durch die hohe Empfindlichkeit der Blauzahn kann es sonst sein, dass Servos sonst immer vor sich hinknuspern, weil die Abschaltzeit nicht funktioniert! Der Totbereich geht von 0% bis 99%, der Wert ist also immer positiv, die Wirkung dabei immer beidseitig!

Schaltertexte
Schaltertexte sind auswählbare Texte die, zum Beispiel bei Einblendung eines Ausganges in ein Telemetriefeld als angezeigter Status Verwendung finden. Somit lässt sich ein Ausgang, dessen Zustand vielleicht im Modell nicht ohne Weiteres erkennbar ist, über ein Telemetriefeld anzeigen. Die Liste der Texte ist dabei vorgegeben und ist durch die beiden konfigurierbaren Texte Nutzer 1 und Nutzer 2 erweiterbar. Eine sehr praktische Funktion!

Startstellung
Diese Einstellung ist nur im Modus Licht/Stufenschalter vorhanden, sie wird benutzt um die Stellung des Stufenschalters, die beim Einschalten des Modells eingenommen werden soll, festzulegen. Mögliche Werte sind hier von 0 – 1 – 2 … 10. Angezeigt werden sie in der Übersicht als +000 bis +010. Der Wert 0 ist dabei der obere Wert in der Liste der Schaltertexte und das jeweilige andere Ende (auf der anderen Seite der Listenauswahl) gibt die höchste Stufe an und legt damit auch fest wie viele Stufen es gibt. Beispiele habe ich oben in der Übersicht aufgeführt.

Änderung zeigen
Diese Funktion ist noch relativ neu. Wird sie von NORM (aus) auf EIN (ein) geschaltet, wird jede Änderung an dem Anschluss als Prozentwert zusammen mit dem Namen dieser Funktion für 2 Sekunden eingeblendet.
Tipp: Diese Funktion ist besonders nützlich für digitale Potis und Hydraulikfunktionen, kann aber auch Spaß machen bei Funktionen, die mit einem Taster angesteuert werden und man nicht sofort erkennen kann, ob die Funktion etwas bewirkt.
Achtung: Wenn diese Funktion aktiv ist, sollte insbesondere bei der Verwendung von proportionalen Gebern ein Totbereich von 2 bis 3% eingerichtet werden, sonst „flattert“ die Anzeige.
Achtung: Diese Funktion arbeitet nur, wenn ein Name ausgewählt ist!

Telemetriefeld
Mit dieser Einstellung kann man den aktuellen Wert dieser Funktion auch zusammen mit dem Namen in ein Telemetriefeld setzen.
Das Löschen dieser Einstellung wird über Modellmenü/<Telemetrie> getätigt, das ist ebenso wie die Einstellung/Kalibrierung hier nicht möglich!

Kopiere Anschluss
Hier kann man einen kompletten Anschluss mit ALLEN Einstellungen auf einen anderen kopieren. 
Die Vorgehensweise ist dabei folgende: Enter drücken (im Display steht in der oberen Zeile Anschluss X ablegen), dann mit den Rechts/Links-Tasten den Ausgang wählen auf den man kopieren will und mit langem Druck auf Enter (ca. 1 Sekunde) bestätigen, damit die Werte übernommen werden. Danach kann man den gleichen Anschluss auf weitere kopieren.
Achtung: Will man den Anschluss NICHT auf weitere Anschlüsse kopieren, unbedingt den Kopiervorgang mit der Zurück-Taste beenden!