Langsam/Diff


Überblick:
Mit dem Modus Langsam/Diff steuert man einen Ausgang mit einer Verlangsamung. Der Geber der linken Seite wird unter Berücksichtigung der Einstellungen der linken Seite am linken Ausgang verlangsamt ausgegeben.
Oder anders ausgedrückt: Ausgang links folgt Geber links mit Verzögerung!
Der rechte Ausgang gibt dabei die Differenz zwischen Geber links und Ausgang links aus – mit maximaler Geschwindigkeit.

Hinweise:
Servoreverse
kehrt die Richtung des Gebers um.
Betragsfunktion: Wenn aktiviert, wirkt der Geber beidseitig in die gleiche Richtung (umstellbar mit Servoreverse).
Neutral stellt den Neutralpunkt des Gebers ein. Der rechte Ausgang ist davon nicht betroffen.
Stellzeit bestimmt die Geschwindigkeit, mit der der linke Ausgang dem linken Geber folgt. Beachte: Die Geschwindigkeit bezieht sich auf zweimal 100%, also den kompletten Weg von einem Ende des Servoweges zum Anderen.  Oder auch von 0% bis 198%.
Nachführung scheint hier ohne Funktion zu sein.

Dieser Modus gehört zu denen, die beide Seiten eines Funktionsbausteines benötigen, aber nur eine belegen und dabei die rechte Seite nutzlos ist, hier kann man Einstellungen vornehmen, sie bewirken aber nichts.
Diesen Modus gibt es auf allen linken Seiten von Funktionsbausteinen!

Die Anleitung selbst endet hier. Ab hier kommen allgemeine Hinweise und die grundsätzlichen Informationen zu den Einstellungen in diesem Modus.




Die Einstellungen im Einzelnen
Hier sind die allgemeinen Hinweise zu den einzelnen Menüpunkten in diesem Modus aufgelistet.
Die speziellen Informationen zu den Eigenheiten der Einstellungen dieses Modus sind weiter oben unter Hinweise: zu finden.

Hier also bitte nur weiterlesen, wenn man Informationen zu den einzelnen Einstellungen braucht.


Name
Hier kannst du einen der vergebenen Namen im System auswählen oder einen der beiden benutzerdefinierten Namen (diese kannst du in /Modellmenü/Freier Text 1 und /Modellmenü/Freier Text 2 festlegen).  In der derzeitigen Version haben die Namen im Modus Proportional keine weitergehende Bedeutung, können also nichts direkt beeinflussen. Sie dienen jedoch in bedeutendem Maße der Übersicht und Ordnung.

Tipp: Gewöhne dir an, von Anfang an verständliche Namen festzulegen, dies kann einiges an Kopfschmerzen ersparen.

Text
Hier kannst du einen freien Text eingeben. Maximal 6 Zeichen sind hier möglich, ebenso Sonderzeichen. Dieser Text ist als Erweiterung des Namens zu sehen. Dies ist vor allem praktisch, wenn der Text in Name als Information nicht ausreicht, bzw. nicht eindeutig ist.

Modus
Hier wird Langsam/Diff gewählt.

Kanal
Hier wird der Geber im Sender, der diesen Ausgang steuern soll, ausgewählt. 

Tipp: In der Auswahl gibt drei Bildschirme mit dem Titel „Kanal:“ Darunter steht der aktuell sichtbare Bildschirm.
Steuerelemente 
Hier sind alle Geber deines Senders aufgeführt, die nicht vorhandenen, sind dabei ausgegraut. Man bewegt den Geber, der benutzt werden soll, die Blauzahn merkt das und wählt den passenden Namen für den Geber. (Die beiden Pfeile rechts, zeigen an, dass man mit den Tasten rauf und runter zu weiteren Bildschirmen gelangt.
Anschlussdaten

Hier kann man den Zustand von Ausgängen des Auswerters und von den Eingängen der Funktionsbausteine abgreifen.
Funktionsbausteine

Hier kann man die Ausgänge von Funktionsbausteinen abgreifen. Hier findet man auch die Sonderfälle: _ und 0 ergeben beide 0% also Servomitte, Pfeil rauf ergibt +100% und Pfeil runter ergibt -100%. Das Antennensymbol gibt 100% aus bei einer bestehenden Verbindung. Das Antennensymbol kann genutzt werden, um zum Beispiel eine optische Signalisierung bei verbundenem Modell anzuzeigen.
Die Buchstaben J und K haben heute keine Bedeutung mehr und sind nur noch aus Kompatibilitätsgründen vorhanden! Du findest sie auch unter Anschlussdaten J und K

Ebenen
Hier sieht man etwas, was an den Gartenzaun vom Nachbarn erinnert. Hier legt man fest, in welchen der 8 Ebenen dieser Ausgang gesteuert werden soll. Geht man in die Einstellung rein, sieht man eine Liste von 1 bis 8 und unter jeder Zahl entweder einen Strich (Ebene ist aus) oder einen Stern * (Ebene ist an) .

Achtung: Die Ebenen haben nur Einfluss auf den Modus in diesem Ausgang. Der Ausgang kann weiterhin über seinen Namen gesteuert werden, wenn dieser in einem anderen Ausgang oder Funktionsbaustein aktiviert wird.
Beispiel: Wenn dieser Ausgang den Namen Blink links trägt und die Ebene nicht aktiv ist, würde er dennoch ein und ausgeschaltet!

Tipp: Mit dem gleichzeitigen Drücken der Rauf- und Runtertaste können insgesamt 4 Vorgaben durchgeschaltet werden: alle Ebenen auf ein, jede zweite Ebene an, genau umgekehrt und alle Ebenen auf aus. Mit den Einstellungen für jede zweite Ebene kann man erreichen, dass jeder Druck auf den Ebenentaster bzw. das Steuerkreuz rechts/links zwischen zwei Ebenen hin und her geschaltet wird.

Profi-Tipp: Diese Funktion ist mittlerweile nicht mehr so wichtig, schließlich kann man in
/Modellmenü/Ebenentexte auch Ebenen ein- und ausschalten und damit erreichen, dass nur noch benutzte Ebenen beim „Durchschalten“ Verwendung finden.
Ok, dann sollte ich auch erwähnen wie das geht: Im /Modellmenü/Ebenentexte sieht man die Liste der Namen und unten in der Statusleiste die aktuelle Ebene. Nun kann man mit dem Steuerkreuz folgende Einstellungen vornehmen:

  • Steuerkreuz links / rechts -> Wechsel der zu bearbeitenden Ebene
  • Steuerkreuz oben / unten -> Änderung des Ebenennamens
  • Steuerkreuz oben UND unten -> Aktivierung oder Deaktivierung der aktuellen Ebene. Eine deaktivierte Ebene wird durch ein kleines Dreieck vor dem Ebenennamen angezeigt.

Ich empfehle, hier immer alle Ebenen die nicht benötigt werden auszuschalten – dieses Vorgehen hält das Modell übersichtlich und Ebenen ohne Änderung der Funktionsweise werden gar nicht angesprungen!
Auch sollte man hier beachten, dass die Ebene, die beim verlassen dieses Menüs aktiv ist, diejenige ist, mit der sich das Modell beim Einschalten meldet. Dies gilt auch für deaktivierte Ebenen! Man kann so erreichen, dass ein Modell beim einschalten in einer Ebene ist, die nur für das Einschalten gebraucht wird, also quasi eine Intitialisierung vornimmt. Vor dem Betrieb des Modells muss dann die Ebene gewechselt werden. Sehr spannend!

Servoreverse
Möglich sind hier die Einstellungen NORM und REV, hier wird die Steuerrichtung des Gebers eingestellt.
Interessanterweise wird in der Übersicht die Einstellung NORM mit zwei Strichen angezeigt, die Einstellung REV mit ein. Dieses Verhalten findet man in vielen Einstellungen!

Betragsfunktion
Wird hier BETRAG gewählt (angezeigt durch ein in der Übersicht) wird ein Servo bei beiden Betätigungsrichtungen des Gebers in die gleiche Richtung ausgelenkt. Eine Lenkung würde immer in EINE Richtung ausgelenkt, die Richtung lässt sich mit Servoreverse umkehren.

Neutral
Hier wird die Lage des Servos bei Knüppelmittelstellung eingestellt, also die Neutrallage. Die Neutrallage hat Einfluss auf die Servowege, dies bedeutet, dass man immer zuerst die Neutralstellung des Servos einstellen sollte und dann erst die Servowege. Stellt man erst die Servowege ein, und dann Neutral muss man den Vorgang ein zweites Mal wiederholen.

Servowege
Hier werden die Endstellungen eingestellt. Jeweils für jede Servorichtung getrennt im Bereich von 0% – 198%. Die obere Einstellung ist für die positive Richtung 1,5ms – 2,5ms und die untere Einstellung für die negative Richtung von 1,5ms – 0,5ms.

Bitte aufpassen: die Einstellungen über +/- 100% können schnell zu Schäden führen, viele Servos können die Wege nicht erreichen und dabei beschädigt werden! Dies gilt insbesonders dann, wenn Neutral nicht in Nähe der Mitte ist!

Expo #
Hier kann man eine in Stufen einstellbare Exponential-Einstellung vornehmen. Diese Einstellung geht von 0% (Linear) in beide Richtungen von -175% bis +175%. Die Einstellung wird grafisch angezeigt.
Nach meinem Gefühl ist die Wirkung aber deutlicher, als die Einstellung es glauben lässt.
Tipp: Während 0%, die Standardeinstellung, zu einem Servoverhalten führt, das genau der Knüppelauslenkung folgt, führt ein positiver Wert zu einem weicheren Ansprechen, das Servo wird erst weniger ausgelenkt, mit zunehmendem Knüppelweg immer stärker. Ein negativer Wert führt zu einem härten Ansprechen, das Servo wird ruppiger und wirkt aggressiver, insbesondere bei schnellen Servos und kurzer Stellzeit.

Stellzeit #
Hier wird die Geschwindigkeit der Servobewegung eingestellt, oder besser gesagt, die Ausgabe einer Änderung wird verzögert. Die einstellbaren Werte gehen dabei von 0,33s bis 20s
Für Sonderfunktionen wie zum Beispiel das Betätigen von Türen, aber auch für Lenkungen kann diese Funktion wahre Wunder bewirken und das Modell viel originaler wirken lassen.
Die Stellzeit wirkt im Gegensatz zu Speed immer auf beide Richtungen gleichermaßen!

Nachführung
Zitat aus der Anleitung BZ-Software Version 3.01
Bei Funktionsbausteinen mit langsamer Servobewegung: Der Maximalwert für die Servo-Geschwindigkeit: 0 entspricht ca. 8 Sekunden (255 Impulse) von Anschlag zu Anschlag. 127 entspricht 0,06 Sekunden (3 Impulse) von Anschlag zu Anschlag.
Ich kann aktuell keine bessere Erklärung geben, werde das aber nachholen, sobald ich den Einfluss einordnen kann.

Fail-Safe
Hier stellt man die Position ein, die das Servo einnimmt, wenn es zu einer Funkstörung kommt oder wenn man den Sender einfach ausschaltet, was für den Empfänger auf das Gleiche rauskommt. 

Änderung zeigen
Diese Funktion ist noch relativ neu. Wird sie von NORM (aus) auf EIN (ein) geschaltet, wird jede Änderung an dem Anschluss als Prozentwert zusammen mit dem Namen dieser Funktion für 2 Sekunden eingeblendet.
Tipp: Diese Funktion ist besonders nützlich für digitale Potis und Hydraulikfunktionen, kann aber auch Spaß machen bei Funktionen, die mit einem Taster angesteuert werden und man nicht sofort erkennen kann, ob die Funktion etwas bewirkt.
Achtung: Wenn diese Funktion aktiv ist, sollte insbesondere bei der Verwendung von proportionalen Gebern ein Totbereich von 2 bis 3% eingerichtet werden, sonst „flattert“ die Anzeige.
Achtung: Diese Funktion arbeitet nur, wenn ein Name ausgewählt ist!

Kopiere Anschluss
Hier kann man einen kompletten Anschluss mit ALLEN Einstellungen auf einen anderen kopieren. 
Die Vorgehensweise ist dabei folgende: Enter drücken (im Display steht in der oberen Zeile Anschluss X ablegen), dann mit den Rechts/Links-Tasten den Ausgang wählen auf den man kopieren will und mit langem Druck auf Enter (ca. 1 Sekunde) bestätigen, damit die Werte übernommen werden. Danach kann man den gleichen Anschluss auf weitere kopieren.
Achtung: Will man den Anschluss NICHT auf weitere Anschlüsse kopieren, unbedingt den Kopiervorgang mit der Zurück-Taste beenden!

Anschluss Reset
Diese Funktion ist die erste Wahl, wenn ein Ausgang nicht tut, was er soll. Hierbei werden alle Einstellungen dieses einen Ausgangs auf die Standardwerte des aktuellen Modus gesetzt.