Abbiege/Kurvenl.


Überblick:
Der Modus Abbiege/Kurvenl. wertet die Zustände der Blinker und des Fahrlichtes aus, verknüpft sie für das Kurvenlicht mit der Information des Gebers ´Lenkung´ und steuert als Ausgabe die beiden Ausgänge des Funktionsbausteines sowie die Namen Kurvenlicht l. und Kurvenlicht r.
Die Ausgabe der Namen erfolgt dabei wie immer über die Anschlüsse, den Lichtbus und über das IR-Interface. 

Das Kurvenlicht wird dabei über den Geber der Lenkung gesteuert, die Information für das Abbiegelicht kommt von dem beiden Anschlüssen/Funktionsbausteinen mit Blinker/Komfortblinker.

Zusätzlich kann man am linken Ausgang das Signal für das linke Abbiege/Kurvenlicht und am rechten Ausgang das rechte Abbiege/Kurvenlicht abgreifen. Das Signal ist bei aktiviertem Kurvenlicht +100% und läuft dann langsam auf 0% zurück.

Man könnte hier auch zwei Anschlüsse mit Servo nachschalten und damit an einem alten Fahrzeug mechanische Blinker betreiben.  

Zu den Voraussetzungen:
Das Kurvenlicht geht an, wenn das Fahrlicht aktiv ist und die Lenkung in der jeweiligen Richtung über den eingestellten Punkt hinaus geht.  
Das Abbiegelicht geht an, sobald bei aktiviertem Fahrlicht ein Blinker eingeschaltet wird.
Das Einschalten des Warnblinkers führt zur Deaktivierung der beiden Funktionen. 

Hinweise:
Name
: Ich empfehle hier Lenkung zu wählen.
Servoreverse: Schaltet die Richtung des Lenk-Gebers um. Dies hat keine Auswirkung auf die Zuordnung der beiden Abbiegelichter zu den Blinkern.
Betrag: Unbedingt auf ´aus´ stellen.
Schaltpunkt: Bitte auf 0% stehen lassen. Hiermit könnte man den Mittelpunkt des Gebers verschieben (ich wüsste nicht, warum man das tun sollte).
Totbereich: Hiermit wird die Einschaltschwelle definiert. Bei 62%, der Standard-Einstellung, wird das Abbiegelicht bei 62% Geber-Auslenkung aktiviert. 
Abschaltzeit: Bitte auf der Standard-Einstellung ´Dauerbetrieb´ stehen lassen.
Schaltertexte: Achtung, bitte keinesfalls verändern!!! Wenn man das tut, geht das Kurvenlicht nicht mehr und dann hilft nur noch das Neu-Einrichten in einem anderen Funktionsbaustein mit anschließendem Kopieren in den Defekten 🙁 . Also unbedingt die Finger von dieser Option lassen.

Anmerkung von mir: Ich habe für das Erstellen von Anleitungen wie dieser, den Modus mit allen für mich erdenklichen Einstellungen getestet und jeweils beobachtet, was passiert. Nach dem Verstellen der Schaltertexte hatte ich sehr viel Mühe, den Funktionsbaustein wieder ans Laufen zu bekommen. Ein Anschluss Reset hilft hier leider nicht!

Dieser Modus gehört zu denen, die nur eine Seite eines Funktionsbausteines belegen, die rechte Seite ist jedoch nicht für anderes nutzbar. Ich empfehle die rechte Seite auf ´Aus´ zu stellen und als Text ´gesp.!´ einzutragen.  
Diesen Modus gibt es auf allen linken Seiten von Funktionsbausteinen!

Die Anleitung selbst endet hier. Ab hier kommen allgemeine Hinweise und die grundsätzlichen Informationen zu den Einstellungen in diesem Modus.




Die Einstellungen im Einzelnen
Hier sind die allgemeinen Hinweise zu den einzelnen Menüpunkten in diesem Modus aufgelistet.
Die speziellen Informationen zu den Eigenheiten der Einstellungen dieses Modus sind weiter oben unter Hinweise: zu finden.

Hier also bitte nur weiterlesen, wenn man Informationen zu den einzelnen Einstellungen braucht.


Name
Hier kannst du einen der vergebenen Namen im System auswählen oder einen der beiden benutzerdefinierten Namen (diese kannst du in /Modellmenü/Freier Text 1 und /Modellmenü/Freier Text 2 festlegen).  In der derzeitigen Version haben die Namen im Modus Proportional keine weitergehende Bedeutung, können also nichts direkt beeinflussen. Sie dienen jedoch in bedeutendem Maße der Übersicht und Ordnung.

Tipp: Gewöhne dir an, von Anfang an verständliche Namen festzulegen, dies kann einiges an Kopfschmerzen ersparen.

Text
Hier kannst du einen freien Text eingeben. Maximal 6 Zeichen sind hier möglich, ebenso Sonderzeichen. Dieser Text ist als Erweiterung des Namens zu sehen. Dies ist vor allem praktisch, wenn der Text in Name als Information nicht ausreicht, bzw. nicht eindeutig ist.

Modus
Hier ist Abbiege/Kurvenl. aus der Liste auszuwählen.

Kanal
Hier wird der Geber im Sender, der diesen Ausgang steuern soll, ausgewählt. 

Tipp: In der Auswahl gibt drei Bildschirme mit dem Titel „Kanal:“ Darunter steht der aktuell sichtbare Bildschirm.
Steuerelemente 
Hier sind alle Geber deines Senders aufgeführt, die nicht vorhandenen, sind dabei ausgegraut. Man bewegt den Geber, der benutzt werden soll, die Blauzahn merkt das und wählt den passenden Namen für den Geber. (Die beiden Pfeile rechts, zeigen an, dass man mit den Tasten rauf und runter zu weiteren Bildschirmen gelangt.
Anschlussdaten

Hier kann man den Zustand von Ausgängen des Auswerters und von den Eingängen der Funktionsbausteine abgreifen.
Funktionsbausteine

Hier kann man die Ausgänge von Funktionsbausteinen abgreifen. Hier findet man auch die Sonderfälle: _ und 0 ergeben beide 0% also Servomitte, Pfeil rauf ergibt +100% und Pfeil runter ergibt -100%. Das Antennensymbol gibt 100% aus bei einer bestehenden Verbindung. Das Antennensymbol kann genutzt werden, um zum Beispiel eine optische Signalisierung bei verbundenem Modell anzuzeigen.
Die Buchstaben J und K haben heute keine Bedeutung mehr und sind nur noch aus Kompatibilitätsgründen vorhanden! Du findest sie auch unter Anschlussdaten J und K

Ebenen
Hier sieht man etwas, was an den Gartenzaun vom Nachbarn erinnert. Hier legt man fest, in welchen der 8 Ebenen dieser Ausgang gesteuert werden soll. Geht man in die Einstellung rein, sieht man eine Liste von 1 bis 8 und unter jeder Zahl entweder einen Strich (Ebene ist aus) oder einen Stern * (Ebene ist an) .

Achtung: Die Ebenen haben nur Einfluss auf den Modus in diesem Ausgang. Der Ausgang kann weiterhin über seinen Namen gesteuert werden, wenn dieser in einem anderen Ausgang oder Funktionsbaustein aktiviert wird.
Beispiel: Wenn dieser Ausgang den Namen Blink links trägt und die Ebene nicht aktiv ist, würde er dennoch ein und ausgeschaltet!

Tipp: Mit dem gleichzeitigen Drücken der Rauf- und Runtertaste können insgesamt 4 Vorgaben durchgeschaltet werden: alle Ebenen auf ein, jede zweite Ebene an, genau umgekehrt und alle Ebenen auf aus. Mit den Einstellungen für jede zweite Ebene kann man erreichen, dass jeder Druck auf den Ebenentaster bzw. das Steuerkreuz rechts/links zwischen zwei Ebenen hin und her geschaltet wird.

Profi-Tipp: Diese Funktion ist mittlerweile nicht mehr so wichtig, schließlich kann man in
/Modellmenü/Ebenentexte auch Ebenen ein- und ausschalten und damit erreichen, dass nur noch benutzte Ebenen beim „Durchschalten“ Verwendung finden.
Ok, dann sollte ich auch erwähnen wie das geht: Im /Modellmenü/Ebenentexte sieht man die Liste der Namen und unten in der Statusleiste die aktuelle Ebene. Nun kann man mit dem Steuerkreuz folgende Einstellungen vornehmen:

  • Steuerkreuz links / rechts -> Wechsel der zu bearbeitenden Ebene
  • Steuerkreuz oben / unten -> Änderung des Ebenennamens
  • Steuerkreuz oben UND unten -> Aktivierung oder Deaktivierung der aktuellen Ebene. Eine deaktivierte Ebene wird durch ein kleines Dreieck vor dem Ebenennamen angezeigt.

Ich empfehle, hier immer alle Ebenen die nicht benötigt werden auszuschalten – dieses Vorgehen hält das Modell übersichtlich und Ebenen ohne Änderung der Funktionsweise werden gar nicht angesprungen!
Auch sollte man hier beachten, dass die Ebene, die beim verlassen dieses Menüs aktiv ist, diejenige ist, mit der sich das Modell beim Einschalten meldet. Dies gilt auch für deaktivierte Ebenen! Man kann so erreichen, dass ein Modell beim einschalten in einer Ebene ist, die nur für das Einschalten gebraucht wird, also quasi eine Intitialisierung vornimmt. Vor dem Betrieb des Modells muss dann die Ebene gewechselt werden. Sehr spannend!

Servoreverse
Möglich sind hier die Einstellungen NORM und REV, hier wird die Steuerrichtung des Gebers eingestellt.
Interessanterweise wird in der Übersicht die Einstellung NORM mit zwei Strichen angezeigt, die Einstellung REV mit ein. Dieses Verhalten findet man in vielen Einstellungen!

Betragsfunktion
Wird hier BETRAG gewählt (angezeigt durch ein in der Übersicht) wird ein Servo bei beiden Betätigungsrichtungen des Gebers in die gleiche Richtung ausgelenkt. Eine Lenkung würde immer in EINE Richtung ausgelenkt, die Richtung lässt sich mit Servoreverse umkehren.

Schaltpunkt
Der Schaltpunkt bestimmt den Prozentwert des Gebers, an dem die jeweilige Funktion ausgelöst wird.
Zulässige Werte sind hier von 0% bis 99%.

Der Schaltpunkt wirkt im Zusammenspiel mit dem Totbereich. Der tatsächliche Schaltpunkt ist = Totbereich + Schaltpunkt. Auch wenn negative Werte möglich sind, machen hier nur positive Schaltpunkte Sinn – Negative führen dazu, dass man die Funktion erst mit einer Geberbetätigung in entgegengesetzter Richtung wieder „Scharfschalten“ muss.